Das Dorf der Schatten
Die Nacht lag schwer über der kleinen Stadt, als Jake aus dem Fenster seines Zimmers den blassen Schimmer des Mondes beobachtete, der sich wie ein kaltes Auge durch die Wolken kämpfte. Die Straßen waren still, nur das gelegentliche Rauschen der Blätter im Wind durchbrach die Stille. Plötzlich spürte er, wie sich eine düstere Präsenz in der Dunkelheit regte. Ein Schatten huschte lautlos über den Garten, bevor sich zwei kräftige Hände um seine Arme schlossen. Panisch versuchte er sich loszureißen, doch der Griff war unerbittlich. Verwirrt und voller Angst wurde er aus dem schützenden Raum gezerrt, seine Füße berührten den kalten Boden nur für einen Moment, bevor er in einen wartenden Wagen gestoßen wurde.
Das dumpfe Knarren der Tür, die sich hinter ihm schloss, schnürte ihm die Kehle zu. Im Inneren roch es nach feuchtem Holz und altem Leder, ein muffiger Duft, der ihm das Herz schwer machte. Die Dunkelheit im Wagen war fast greifbar, nur das schwache Leuchten eines fernen Feuers warf flackernde Schatten an die Wände. Jake presste die Stirn gegen die kühle Oberfläche, während der Wagen ruckartig anfuhr. Die Räder knirschten auf dem unebenen Untergrund, und die Landschaft flog wie…
